Jacke Memademittwoch Waffle Pattern

Tosti Jacket von Waffle Patterns- Erfahrungen mit Softshell

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In meinem Stoffvorrat lagert seit vielen, vielen Jahren ein großes Stück Softshell, 100% Polyester.

Ich will jetzt nicht behaupten, daß ich nicht wüßte, wie das Stoffstück in meinen Stoffschrank geraten war. Ich hatte den Stoff gekauft, im hiesigen Nähgeschäft, muß mir also durchaus über Haptik und Zusammensetzung im klaren gewesen sein. Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur sagen, daß es zum Zeitpunkt des Kaufes, vor 5 oder 6 Jahre? noch nicht die Auswahl an hochwertigen Outdoorstoffen gab, die wir jetzt in den einschlägigen Stoffshops im Internet haben, oder sie waren mir zumindest nicht bekannt. Ich glaube, ich wollte mir damals schon ein Jacke nähen, aber die Planung ging nie über das Stadium des Stoffkaufes hinaus. Mir wurde dann auch bald klar, daß ich das gekaufte Material nicht so gerne mochte. Die Außenseite war ja ganz ansprechend mit diesem imitierten Jeanslook, aber die Innenseite mit dem Polyester-Fleece- da bekam ich schon beim Anschauen Schweißausbrüche.

Also, der Stoff lag im Regal, und ich brauchte eine wasserabweisende Jacke für die Übergangszeit. Ich wollte dem ungeliebten Stoff jedenfalls eine Chance geben, und sei es nur als tragbares Muslin für eine eventuell später zu nähende Jacke aus einem schöneren Stoff- ich dachte da an einen der schönen Oilskins, die es jetzt in so tollen Qualitäten gibt.

Die Schnittauswahl war recht einfach- den Klassiker der Softshelljacken, die Susan von Pattydoo, hatte ich rasch für mich ausgeschieden. Ich wollte weder drölfzig A4-Seiten für den Schnitt zusammenkleben noch mich mit einer Anleitung beschäftigen, die ausschließlich aus einem Video besteht.

Also mußte es die Tosti-Jacke von Waffle Patterns sein, ein Schnitt, den ich schon ganz lange bewundere. Tosti ist eine typische Outdoor-Jacke mit den entsprechenden Taschen- das ist ja sowieso eines der Markenzeichen der holländischen (oder eigentlich japanischen) Designerin Yuki, daß sie eine unglaubliche Vielzahl von Taschenoptionen an ihren Schnitten offeriert. So kann man bei Tosti zwischen verschiedenen aufgesetzten Taschen für das Vorderteil wählen, Brusttaschen, Ärmeltaschen, Taschen mit oder ohne Reißverschluß. Das Highlight ist natürlich die Paspeltasche, die innen im Vorderteilbeleg eingearbeitet ist. Das war glaube ich auch das Detail, in das ich mich zuerst bei diesm Schnitt verliebt hatte.

Sonst ist der Schnitt klassisch: das Rückenteil hat Teilungsnähte, im Vorderteil gibt es einen Brustabnäher. die Ärmel sind geteilt, aber horizontal in Ellbogenhöhe. Verschlossen wird die Jacke mit einem Zweiwegereissverschluss, die Kapuze ist abknöpfbar. Der Schnitt ist gefüttert, es gibt selbstverständlich einen extra Futterschnitt.

Ich schreibe jetzt hier, daß es „selbstverständlich“ einen Futterschnitt gibt- ja , ich denke, es gibt einige Dinge, die man von einem gutgemachten und entsprechend hochpreisigen Schnittmuster erwarten kann. Alle diese Erwartungen werden von diesem Schnitt erfüllt. Die Anleitungen bei Wafflepatterns sind zwar knapp, aber treffen alles immer genau auf den Punkt. Die Grafiken in der Anleitung sind einfach toll, schon deshalb lohnt sich der Kauf des Schnittes.

Ich habe Größe 40 gewählt, eine Größe oberhalb der nach meinen Maßen zutreffenden Größe, und den Schnitt um 5 cm verlängert. Viele Näherinnen berichten darüber, daß die Jacke eher knapp ausfällt. Sonst habe ich nichts geändert, ich hatte das ganze ja auch eher so als Probemodell geplant. Und so hatte ich das Futter auch nicht schon zu Beginn zugeschnitten, sondern ich wollte erst mal warten. Wenn das Modell gut werden würde, nur dann würde ich dem Innenleben mit einem Libertystoff eine entscheidende Aufwertung zukommen lassen- und wenn nicht, irgendeinen Futterstoff dafür nehmen.

Ich hatte mich im Vorfeld über die Verarbeitung von Softshell belesen und wußte schon, daß man den Softshell ganz normal nähen kann, aber am besten weder Stecknadeln verwenden noch heften solle. Bügeln sei auch nicht so angebracht bei diesem Material. Also alles, was mir beim Nähen Spaß macht, sollte ich diesmal vermeiden- na gut, nach einigen Monaten Lockdown ist man ja in der Technik der Spaß-Vermeidung durchaus geübt.

Die Jacke entstand übrigens größtenteils auf einem Nähwochenende, das pandemiebedingt digital stattfand. An dieser Stelle nochmals ein großes Lob und Dank an @nahtzugabe5cm und @popchrissy für Idee und Durchführung dieses Events. Ich war überrascht, wie gut die Digitalisierung auch eines Nähtreffens funktionieren kann..muß allerdings zugeben, daß ich von meinem Projekt ziemlich absorbiert war, so daß ich vermutlich nicht alle Finessen des Events mitbekommen habe.

Denn so eine Jacke ist schon ein aufwendiges Projekt und erfordert eine gewisse Konzentration, vor allem wenn es dann um so diffizile Tätigkeiten geht wie das Auseinanderhalten des rechten und linken Vorderteiles. Ist ja nicht so ganz trivial, wie rum der Reißverschluss und das entsprechende „Placket“ eingenäht wird.

Meinen ungeliebten Softshell konnte ich eigentlich ganz gut verarbeiten. Über das Verbot von Stecknadeln habe ich mich bald hinweggesetzt, denn mit den Wonderclips alleine kam ich nicht zurecht. Es entstanden wirklich kleine Einstiche durch die Stecknadeln, aber die liessen sich durch heißen Dampf beim Bügeln wieder schliessen oder jedenfalls verringern. Und mit heißem Dampf habe ich dann viel gearbeitet. Ja , Softshell läßt sich nicht richtig bügeln, aber durch Bügeln, Dampf und Druck läßt sich durchaus eine gewisse Formänderung des Stoffes erreichen. Ich hatte anfänglich ja große Bedenken, weniger wegen des Stoffes als eher um die Beschaffenheit meines Bügeleisens, aber völlig unbegründet. Mein Fazit: man kann Softshell bügeln, solange man nicht so exakte Ergebnisse wie z.B. mit einem schönen Wollstoff erwartet.

Die Nähte habe ich alle von rechts nochmals abgesteppt, damit sie flach liegen, die entstehende Doppelnaht fand ich auch ganz hübsch zur erwünschten Jeans-Optik. Schwierig wurden natürlich die diversen Taschen. Bei den Reißverschlusstaschen im Vorderteil hatte ich den Softshell mit einer dünnen Futtereinlage verarbeitet, um den Reißverschluss halbwegs sauber einzunähen. Die Tasche hat eigentlich eine sehr hübsche Falte für einen 3D-Effekt, das kam bei mir dann nicht mehr so sauber raus. Auch die Paspeltasche im Vorderteilbeleg ist nicht so ganz exakt gearbeitet, aber ich kann mit dem Ergebnis gut leben.

Sehr angetan war ich von der Paßform der Jacke. Ich habe bis auf die Verlängerung des Schnittes nichts angepaßt und war schon bei der ersten Anprobe sehr zufrieden mit dem Schnitt. Gut, der Brustabnäher sitzt etwas zu hoch, aber ich hatte ehrlich gesagt erst beim Zuschneiden realisiert, daß der Schnitt einen Abnäher hat und war dann zu faul, ihn noch zu verlegen. Insgesamt stört das aber nicht, finde ich. Ich hatte ja auch schon mal den Kellyanorak von Closetcore genäht, und im Vergleich zu Kelly hat diese Jacke eine etwas schmalere Schnittführung, die mir gut gefällt. Deshalb entschied ich mich dann auch dafür, das Futter aus einem geliebten Libertystoff zu zu schneiden. Ich hatte aus diesem Stoff, Thorpe, schon eine Bluse genäht und unmittelbar nach Fertigstellung der Bluse den Stoff nachbestellt, weil ich ihn so schön fand. Offensichtlich eine sehr spezielle Form der Stoffverarmungsangst, die mich da befallen hat- aber man weiß doch heutzutage wirklich nicht, wie lange und wo man Stoffe einkaufen kann!

Eine Jacke zu nähen ist ein aufwendiges Projekt, und gerade die finalen Schritte, Absteppung, Nähte, Knöpfe, das sind alles Tätigkeiten, die nochmals einiges an Zeit benötigen. Bei den letzten Absteppungen kam meine treue Nähmaschine an ihre Grenzen, auch Schweizer Präzision hilft bei 6-8 Lagen Softshell übereinander nicht unbedingt weiter. Aber sobald es mir gelungen war, die Stoffschichten irgenwie unter den Nähfuß zu bringen, hat sie durchaus pflichbewußt versucht zu nähen. Und den Verlust von drei zerbrochenen Nadeln kann ich verschmerzen- die Nähgeschäfte hatten zwischendurch ja wieder mal offen und ich hatte den Nadelvorrat grade reichlich aufgestockt. Druckknöpfe einschlagen gehört nicht unbedingt zu meinen Vorlieben, aber auch das bekomme ich mittlerweile hin- es ist wie gesagt nicht meine erste Jacke.

Tosti ist jetzt seit einigen Wochen in Gebrauch, und ich bin sehr zufrieden mit dieser Jacke. Sie trägt sich hervorragend, wärmt durchaus und ist zumindest wasserabweisend. In einem richtigen Regenguß habe ich sie noch nicht getragen, ich fürchte aber, daß dann die Nähte undicht werden und die Feuchtigkeit in die Softshellinnenseite läuft. Die Taschenlösungen haben sich bewährt, die Reißverschlußtaschen sind gut für die Hände und/oder Handschuhe, und in der Innentasche findet das Handy seinen Platz.

Im Vergleich zu meinem Kellyanorak von Closetcore finde ich die Tosti-Jacke etwas eleganter, falls man bei diesen Outdoor-Jacken überhaupt von Eleganz reden kann. Aber Kelly hat für mich eher etwas sportliches, wahrscheinlich durch den Kordelzug in der Taille. Und auch wenn ich die Closetcore-Schnitte wirklich gerne mag- ich glaube, daß Yuki von Waffle Patterns die sorgfältigere Schnittdesignerin ist. Vielleicht kommt mir auch einfach diese Detail-Verliebtheit in Kleinigkeiten wie diverse Taschen mehr entgegen.

Und am meisten freue ich mich darüber, daß ein ungeliebter Stoff seinen Weg zu einem alltagstauglichen Kleidungsstück gefunden hat. Ich blicke auf meinen Stoffvorat oft mit Wohlgefallen und Freude, aber manchmal auch mit Sorge- natürlich macht es keinen Sinn , die Stoffe nur im Regal zu stapeln und nicht zu gebrauchen. Mein Vorsatz für dieses Jahr war , weniger Stoff neu zu kaufen und eher die alten Vorräte zu verwenden, diese Jacke ist dafür ein schönes Beispiel.

Alle anderen Näöhprojekte des letzten Monats, aus alten und neuen Stoffen, zeigt die Galerie des Memade-Mittwochs– danke an die Crew, daß sie uns jeden Monat aufs neue diese Plattform bereit stellt!

50 Kommentare

  1. Was für eine tolle Jacke! Ich hab deinen Beitrag mit viel Interesse gelesen und werde sicher in Zukunft nochmal darauf zurück greifen, die Tosti lacht mich nämlich schon sehr lange an, wurde aber aufgrund Jackenüberschusses noch nicht angegangen. Ich kann dir auf jeden Fall zustimmen, Yuki macht tolle, aber knappe Anleitungen, das hab ich bei ihrer Lederjacke Kaneel auch schon feststellen können. Danke für dieses tolle Nähbeispiel!

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Vielen Dank, Nina! Jackenüberschuss ist doch ein schöner Zustand, das hält mich nicht unbedingt vom Nähen ab…ich denke, daß Tosti Dir auch viel Spaß machen würde!
      Liebe Grüße,
      Barbara

  2. Sehr toll, die Details kommen auf den großen Fotos richtig gut raus, ein wunderschönes Stück hast du dir genäht, für Outdoorjacken war Softshell wirklich mal das non plus ultra, ich finde die Trageeigenschaften garnicht so schlecht, jedenfalls erinnere ich mich, dass Softshell erheblich leichter und biegsamer war als der Oilskin von einer uralten Jacke, die ich vor 15 Jahren oder so mal hatte. Aber vielleicht haben sich Wachsjacken ja auch weiter entwickelt. LG Anja

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Anja, danke! Ich bin jetzt beim Tragen auch sehr angetan vom Softshell. Oilskin ist in meinen Augen das „edlere“ Material, und da gibt es ja sehr dünne Versionen zur Zeit, denen man das Wachs auch nicht mehr ansieht. Aber ich glaube, in der Funktionsmode ist Softshell auch immer noch oft zu finden.
      LG Barbara

  3. Ich kann gut nachvollziehen, was du über Jackenstoffe sagst, die man vor längerer Zeit gekauft hat; mir ging es ebenso mit einem Jackenstoff, den ich nach einigen Jahren der Lagerung zu einem Parka vernäht habe, obwohl ich lieber eine der neueren, besseren Qualitäten an Outdoorstoff, die es mittlerweile gibt, dafür genutzt hätte.
    Dein Ergebnis finde ich total klasse; du hast, in Kombination mit dem schicken Schnitt und dem hübschen Futter, das Beste aus dem Stoff herausgeholt.
    Herzliche Grüße von Susanne

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Susanne, es gibt aber auch so schöne moderne wasserdichte Stoffe, das reizt einen schon sehr, oder? Aber vom Standpunkt der Nachhaltigkeit ist es allemal besser, einen schon vorhandenenn Stoff zu nutzen und die Jacke dann viel zu tragen. Danke für Deinen Kommentar und Dein Lob!
      LG Barbara

  4. Wunderbar ist deine Jacke! Die Farbe ist klasse und mutet gar nicht wie softshell an. Ich kenne solche Stoffe, die man jahrelang im Schrank hin und herschiebt, wie auch hier bei dir kommt dann doch irgendwann das richtige Projekt dafür um die Ecke. Dein Parka mit den vielen anspruchsvollen Details ist dir rundum gelungen, mein Respekt! Lg kuestensocke

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Küstensocke, danke! Die Oberfläche meines Stoffes hat eine melierte Jeansoptik, das kennt man sonst glaube ich nicht so von Softshell. Ich hatte mich ja auch in diese Optik verliebt und deshalb den Stoff damals gekauft.
      LG Barbara

  5. Eine wunderschöne Jacke 🙂 Ich bin beeindruck wie sauber du mit dem störrischen Softshell gearbeitet hast. Das schöne Futter und die Taschen sind natürlich ein absolutes Highlight. Ich wünsch dir viel Freude mit der neuen Jacke. LG Julia

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Julia, natürlich habe ich nur die halbwegs sauber genähten Ecken der Jacke gezeigt und über alle gepfuschten Stellen das Mäntelchen der Verschwiegenheit gebreitet…:)) aber ich freue mich sehr, daß Dir meine Jacke gefällt! Danke!
      LG Barbara

  6. Die Jacke ist toll, die Verarbeitung so sorgfältig und das mit Softshell. Das bunte Innenfutter ist ein hübscher Hingucker. Viel Spaß beim Tragen.
    Liebe Grüße Astrid

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Astrid, danke! Die Verarbeitung war ja auch etwas schwierig, und ich bin froh, daß ich es halbwegs hinbekommen habe.
      LG Barbara

  7. Was für viele tolle Details! Wenn man deine wunderschöne Jacke sieht, kommt man wirklich nicht auf den Gedanken, das könnte ein Probeteil gewesen sein. Und der Futterstoff tut sein Übriges …
    Die Jacke steht dir sehr gut – und die neue Frisur auch!
    Liebe Grüße von Doro

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Doro, danke! Ich freue mich, daß Dir meine Jacke gefällt. Und danke auch für Dein Kompliment für die kürzeren Haare- aber wenn man schon einen Friseurtermin in diesen Zeiten hat, muß es sich ja irgendwie auch lohnen, man weiß nie, wann es wieder möglich wird…
      LG Barbara

  8. Du hast aus dem lange gelagerten Stoff eine wunderbare Jacke genäht, Barbara! Die Farbe steht Dir außerordentlich gut und für ein Liberty-Futter bin ich immer zu haben. Auch liebe ich sorgfältige Details und Absteppungen, die die Nahtzugaben bändigen. Bestimmt ist es auch ein schönes Gefühl, wenn aus einem Stoff, über den man immer wieder stolpert, ohne dass er Glücksgefühle auslöst, so etwas Schönes und Nützliches gemacht hat.
    Liebe Grüße, SaSa

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Sasa, danke! Ja, das hast Du schön gesagt: ich freue mich auch jeden Tag, wenn ich die Jacke anziehen kann, und voher hat mir der Anblick des Stoffes immer etwas Schuldgefühle gemacht. Die Farbe mag ich auch sehr gerne an mir, das ist so ein helles Jeansblau, das auch zu vielem passt.
      LG Barbara

  9. Da ist dir eine wunderschöne Jacke gelungen. Die Taschenlösung und das Futter finde ich ganz besonders toll dazu.
    Das mit den Videoanleitungen und viele Seiten kleben geht mir inzwischen genauso.
    Lg Iris

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Iris, danke für Deinen Kommentar und Dein Lob! Interessant, wie viele Näherinnen sich gegen Videoanleitungen und A4 pdfs aussprechen- das sollte doch der entsprechenden Designerin zu denken geben.
      LG Barbara

  10. Deine Jacke ist richtig schön geworden. Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung und die Vergleiche mit anderen Schnitterfahrungen. Die Idee Softshell zu füttern, finde ich super, die Innenseiten finde ich farblich oft sehr grell. Dein Futterstoff ist ein Traum. Irgendwann werde ich mich auch mal wieder an so einem aufwendigen Projekt versuchen. Dann kann ich bei Dir nochmal nachschauen.
    Liebe Grüße vom Garnkistlein

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebes Garnkistlein,
      da freue ich mich, wenn mein Beitrag Dich zu einem aufwendigen Produkt inspirieren kann! Die Sache mit dem Innenfutter fand ich die einzige Lösung, denn ich mochte den Fleece nicht auf der Haut. Und ohne Futter hätte man ja trotzdem die Nahtzugaben innen irgendwie einfassen müssen, das ist eher noch mehr Arbeit als ein Futter.
      LG und Danke,
      Barbara

  11. Eine wunderbare Jacke! Und in Kombination mit dem schönen Tana Lawn kommt sie auch gar nicht mehr outdoorjackenmäßig rüber und kombiniert Farben, die dir sehr gut stehen.
    Hast du schon einmal probiert, solche viellagigen Stoffpakete mit dem Hammer flach zu klopfen, bevor du sie unter die Nähmaschine legst? Ich habe keine Ahnung, ob das mit Softshell funktioniert, bei Denim ist das aber mein Mittel der Wahl…
    Viele Grüße, Bele

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Bele, danke für Deinen Kommentar und Dein Lob! Ich habe die vielen Softshelllagen tatsächlich mit dem Hammer bearbeitet, ich kenn das Vorgehen auch vom Jeansnähen. Beim Softshell hat das aber nicht viel gebracht, war mein Eindruck, der flutschte sofort in seine ursprüngliche Dicke zurück.
      LG Barbara

  12. Glückwunsch zu dieser schönen Jacke und zum Stoffabbau… Alles regt mich mal wieder zum Nachahmen an… Aber eins nach dem Anderen, ich wollte mich ja erstmal den Hosen widmen. Der Shoftshell sieht jedenfall so verarbeitet nicht nach Plastikgefühl aus! Ganz toll it ie geworden deine Jacke! LG Sarah

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Sarah, danke! Ich freue mich ja immer, wenn ich Dich insprieren kann. Und zu Deinen tollen Jeans würde so eine Jacke wunderbar passen!
      LG Barbara

  13. sehr hübsch geworden, deine Jacke! Mir gefällt neben deinen tollen Nähten ja besonders das blumige Innenleben. Gerade an so grauen (oder heute weißen) Tagen macht das gleich gute Laune!
    Jetzt hast du ein bisschen Platz im Schrank für „bessere“ Stoffe und musst draußen nicht frieren und schaust dabei noch gut aus 🙂

    Liebe Grüße aus dem Schneegestöbere,
    Maria

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Maria, auch bei uns hat es heute tatsächlich geschneit…da konnte mein schönes Innenfutter auch nichts dran ändern. Aber ich freue mich tatsächlich immer, wenn ich die Jacke anziehe und das bunte Futter sehe.
      LG und Danke
      Barbara

  14. Ich kann mich noch gut an deinen Kelly Anorak erinnern. Damals war ich auch auf der Suche nach Parka-Schnitten und hätte den fast genommen wegen der schönen schrägen Eingriffstaschen (es wurde Lady Neve bei mir). Danke, dass du die beiden Schnitte vergleichst, irgendwann werde ich bestimmt wieder einen Parka nähen und dann nochmal nachlesen.
    Ich mag die Schnitte von Yuki auch so, weil sie so durchdacht und sorgfältig gemacht sind, und die Anleitungen finde ich perfekt.
    Ist doch gut, dass unsere Ansprüche an Stoffe steigen, wir lernen und werden weiser. Ich drücke dir die Daumen, dass dir die schöne neue Jacke lange Jahre treue Dienste leisten wird und sich die viele Arbeit gelohnt hat.
    Liebe Grüße Christiane

    • Barbara sagt am 7. April 2021

      Liebe Christiane, die schrägen Taschen von Kelly sind schon so ein Hingucker, aber leider sind ja diese Klappen nur Fake…die Taschen von Kelly sind nach oben offen. Bei Lady Neve ist das besser gelöst, und auch bei meiner Tostijacke sind die Taschen schön verschliessbar, da fällt nichts raus und es kann nicht rein regenen.
      Ich bin jetzt auch auf die weiteren Trageeigenschaften der Jacke gespannt, aber bisher bin ich sehr zufrieden.
      LG und Dank,
      Barbara

  15. Auf den ersten Blick hätte ich den Stoff gar nicht als Softshell identifiziert. Auch wenn Du das Material vielleicht nicht so magst, es sieht nicht nach Plaste aus. Da habe ich echt schon anderen Softshell gesehen. Schön, dass Du Tosti mit Kelly vergleichst, ich hatte damals lange überlegt, welcher der beiden Schnitte es für mich wird. Es wurde Tosti und seitdem liegt der Schnitt hier geplottet. Jetzt wo ich Deine wunderschöne Version sehe, bin ich hochmotiviert… Verspielten Liberty-Print in einer Funktionsjacke finde ich eine super Idee, und irgendwie sind die Liverty-Prints inzwischen auch ein wenig Dein Markenzeichen geworden. Zumindest ich assoziiere sie mit Dir. Liebe Grüße Manuela

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Manuela, da freue ich mich ja, daß Du Liberty mit mir assoziierst, denn von meinem Gefühl her sind das auch genau „meine“ Stoffe. Und wenn Tosti schon bei Dir als Plot liegt, steht doch der Ausführung nichts mehr entgegen! Ich kann den Schnitt nur empfehlen (wobei Kelly natürlich auch ein toller Schnitt ist)
      LG und Danke,
      Barbara

  16. Schon beim virtuellen Nähtreffen habe ich voll Bewunderung auf deine Jacke geschaut. Ein tolles Teil ist dir gelungen. Den Schnitt merke ich mir, das könnte auch eine schöne Wanderjacke abgeben. Seit einem Jahr versuche ich auch den Stoffvorrat zu reduzieren, neu kaufen erlaube ich mir nur für konkrete Projekte. Lieber Gruß Jeanette

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Jeanette, ganz so konsequent wie Du bin ich leider nicht, ich kaufe schon auch neue Stoffe, aber versuche immer zuerst, aus dem Stoff-Vorrat zu arbeiten. Und als Wanderjacke hat sich Tosti bei mir schon bewährt, wobei das natürlich keine Hochgebirgstouren waren. Aber die vielen Taschen-Optionen sind schon praktisch für eine Funktionsjacke.‘
      LG und Danke,
      Barbara

  17. Eine grandiose Jacke! Durch das Liberty-Futter wirkt der Softshell so viel edler. Ich habe vor einigen Jahren vermutlich aus demselben Softshell meine Jacke genäht (nach Pattydoo und ich sehe, da ungefüttert, immer dieses gruselige Polyfutter), allerdings ungefüttert und meine Jacke sieht dadurch sportlicher aus – und ich ziehe sie daher nur alltags und nicht für besser an. Da bist Du mit Deiner Tosti eindeutig besser dran. Die geht für den Alltag aber auch für etwas besser. Danke für die Beurteilung des Schnittes – mir gefällt er auch schon länger und ich komme sicher bei der Auswahl für die nächste Jacke darauf zurück.
    Beim Absteppen kam meine damals kleinere B. auch an íhre Grenzen – bei der jetzt größeren passt mehr unter den Nähfuß und wie du sagst: wenn es einmal drunter ist, näht sie auch .
    Liebe Grüße
    Ines

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Ines, jetzt habe ich grade Deinen damaligen Beitrag über die Susan-Jacke gelesen- das ist wirklich der gleiche Stoff, wie lustig! Deine Jacke finde ich auf den Bildern ja sehr gelungen, aber schade, daß sie nicht gefüttert ist. Und wenn Du sie alltags trägst, hat sie ja auch ihre Daseinsberechtigung, zum Wandern ist sie sicher toll! Aber ich glaube, dasß Du die Tosti-Jacke auch sehr mögen wirst, ich kann den Schnitt nur empfehlen.
      Liebe Grüße und Danke für Dein Lob und Kommentar,
      Barbara

  18. Liebe Barbara,

    ein sehr gelungenes Nähprojekt und ein gutes Projekt zum Stoffabbau. Die Verarbeitung ist toll, mir gefällt das Innenleben und das tolle Futter. Die Jacke hat tolle Details.
    Ich mag Deine Texte und Beschreibung der Nähprojekte.

    LG
    Sandra

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Sandra,
      danke für Dein Lob! Ich freue mich auch sehr, daß hier der Stoffabbau so erfolgreich verlief. Und wie schön, daß Du gerne bei mir liest!
      LG Barbara

  19. Wow, eine sehr schöne Jacke aus dem Softshell. Jacken sind ja für mich momentan noch so eine Herausforderung, da traue ich mich noch nicht ran. Die Tosti habe ich schon oft gesehen und diese gefällt mir auch super. LG Ina

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Ina, warum nicht mal eine Jacke nähen? Trau Dich doch einfach, du kriegst das schon hin, mit einer guten Anleitung und etwas Zeit ist das kein Hexenwerk.
      LG und Danke,
      Barbara

  20. Eine ganz wunderbare neue Outdoorjacke.
    Die Schnitte von Yuki sind einfach toll. Eine wunderbare Umsetzung.
    Viele Grüße Elke

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Elke, danke! Wie schön, daß Du die Wafflepattern-Schnitte auch gerne magst- Ich habe das Gefühl, daß die Schnitte von Yuki in der Nähcommunity nicht so wahrgenommen werden wie die von anderen Designerinnen, die mehr Wirbel in den sozialen Medien machen.
      LG Barbara

  21. Optisch ist die Jacke super geworden. Ich finde es toll, dass du trotz der Vorbehalte aus dem Stoff noch etwas alltagstaugliches gemacht hast! Das erinnert mich daran, dass ich auch noch „Leichen“ im Stoffregal habe, die ich dringend mal verschenken oder spenden sollte. Keinen Softshell aber Fleece und Kunstleder…

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Kathrien, Fleece und Kunstleder würde ich auch nicht so gerne verarbeiten…wobei ich Kunstleder in kleinen Mengen ganz gerne für Taschenprojekte einsetze. Aber irgendwann kommt glaube ich für jeden Stoff ein idealer Einsatz.
      LG und Danke
      Barbara

  22. Deine Jacke überzeugt! (Wie man an den zahlreichen KOmmentaren erkennen kann, auch viele andere.) Außer bei der Nahaufnahme wirkt der Stoff auf den Fotos wie ein Wollstoff, finde ich, was ja kein Schaden ist. Und die Innenseite der Jacke ist ja toll! Erstmal der schöne Futterstoff und dann die Unterteilung mit der Paspeltasche mittendrin – sehr, sehr schön.
    Danke für’s Zeigen – das macht Lust auf das Nähen eines Parkas.
    LG
    Siebensachen

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Siebensachen,
      ja, Du hast völlig recht, das Design des Stoffes ist nicht so typisch Softshell, wobei man aus der Nähe natürlich schon den Kunststoff sieht. Aber im Alltag bewährt sich die Jacke wirklich.
      LG und Danke
      Barbara

  23. Wiedermal ein großartiger Nähbericht! Habe ihn gerade in Ruhe und mit großem Vergnügen gelesen. Die Jacke gefällt mir sehr und ich stimme Dir zu, dass sie was Feminines hat und nicht diesen Unisex-Outdoorteilen ähnelt. Die Farbe gefällt mir sehr und beim Bild vom Innenleben war ich regelrecht entzückt. LibertyLondon veredelt das schöne Stück nochmal so richtig und die Innentasche schaut sehr professionell aus. Da wünscht man sich doch glatt einen kühlen und windigen Frühling, damit diese Jacke möglichst oft ausgeführt werden kann.
    Danke für die Inspiration und liebe Grüße von Ina

    • Barbara sagt am 8. April 2021

      Liebe Ina, danke für Dein Lob und Deinen Kommentar! Wobei ich die Jacke lieber an schönen Frühlingstagen tragen würde, auf das durchwachsene Wetter kann ich mittlerweile gut verzichten…
      LG
      Barbara

  24. Liebe Barbara, sollte ich mir einmal wieder eine solche Jacke nähen, werde ich jedenfalls diesen Schnitt verwenden! Deine Jacke sieht umwerfend aus! Wie gut, dass Du dem ungeliebten, gut abgelagerten Stoff eine Chance gegeben hast. Und wie gut auch, dass Deine Jacke so schön gefüttert ist. (Bei meiner Softshell-Jacke jErika habe ich das nicht gemacht, und die Fleece-artige Innenseite ist tatsächlich sehr schwitzig auf der Haut, wenn ich mal nur etwas Kurzärmeliges drunter anhabe.)
    „Nach einigen Monaten Lockdown ist man ja in der Technik der Spaß-Vermeidung durchaus geübt“, wie wahr – und wie nett, dass Du trotzdem einen Scherz daraus machst.
    Was ich mich frage: Wie sieht denn die Kapuze aufgesetzt aus? Und bleibt die auch bei Wind (z.B. beim Radfahren) auf dem Kopf oder wird sie zurückgeblasen? Gibt es eine Variante, eine Kordel oder einen Gummizug einzuziehen, um die Kapuze bei Wind an ihrem Platz zu halten? (Das würde ich mir bei meiner Softshelljacke nämlich wünschen, aber nachträglich reinbasteln ist fast unmöglich.)
    Ich mag die gerade Schnittführung dieser Jacke sehr, vor allem auch im Vergleich zur umfangreicheren „Kelly“, die Du erwähnst. Mit modernen wasserdichten Stoffen kenne ich mich leider nicht besonders gut aus, aber ich habe ein Trenchcoat-Projekt im Visier. Vielleicht darf ich Dich demnächst einmal zu diesem Thema befragen? Liebe Grüße, Gabi

    • Barbara sagt am 9. April 2021

      Liebe Gabi, danke für Deinen Kommentar und Dein Lob, ich freue mich sehr, wenn Du bei mir liest! Ich kann diesen Schnitt nur empfehlen und könnte ihn mir gut auch an Dir vorstellen. -Du hast recht: ich habe tatsächlich kein einziges Foto gepostet mit der Kapuze aufgesetzt- natürlich gab es solche Bilder, aber die waren irgendwie alle nicht so gut geraten. Dabei ist die Kapze sehr hübsch, wenn sie getragen wird, aber sie ist schon eher locker. Bei Wind weht sie natürlich herunter. Ich hatte mir auch überlegt, ob ich noch einen Kordelzug einbauen soll, dann aber darauf verzichtet, weil ich bei dem unbekannten Schnitt nicht so viel experimentieren wollte, außerdem hatte ich keine Kordel und Ösen vorrätig. Aber es wäre sicher nicht schwierig, einen Tunnelzug in die vordere Kante der Kapuze einzuarbeiten.
      Liebe Grüße
      Barbara

  25. Da hast du aus dem ungeliebten Stoff eine wunderbare Jacke gemacht. Das Futter wertet den Look ungemein auf. Ich habe Softshell bisher wirklich nur für echte Outdoor-Jacken verarbeitet und finde, dass er da durchaus seine Berechtigung hat. Die Schnittmuster von Waffle-Patterns mag ich auch sehr, sehr gern. Ich habe Snowball Dress und Peppernoot Coat und vor allem letzterer ist mein absoluter Lieblings-Wintermantel.
    Ganz liebe Grüße,
    Malou

    • Barbara sagt am 9. April 2021

      Liebe Malou, mit dem Peppernoot liebäugele ich auch schon lange, den muß ich auch noch irgendwann nähen.Interessant, daß Du mit Softshell als Outdoorbekleidung so gute Erfahrungen gemacht hast, finde ich da etwas auf Deinem Blog?
      Liebe Grüße und Danke,
      Barbara

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